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Teichpflanzen

Der Teich als Lebensraum

Teiche bieten vielen Pflanzen und Tieren einen Platz zum Leben. Optisch und ökologisch sind sie ein Highlight in jedem Garten, vorausgesetzt sie haben genügend Platz. Der Garten sollte nicht weniger als 500 Quadratmeter groß sein, um die Teichanlage mit Tieren und Teichpflanzen ökologisch sinnvoll und langfristig funktionsfähig zu halten.

Die richtige Bepflanzung ist hierfür ebenfalls entscheidend. Wasser- und Uferbereiche sollten sich möglichst in die Umgebung einfügen. Welche Pflanzen für die jeweiligen Bereiche des Teiches in Frage kommen und welche Anforderungen und Eigenschaften diese mit sich bringen, klären wir in den folgenden Abschnitten.

Seerosen als Teichpflanzen

Seerosen als Teichpflanzen

Was sind Teichpflanzen?

Teichpflanzen wachsen in unmittelbarer Umgebung von Gewässern und Uferrandbereichen, auch an künstlich angelegten Teichen wie Schwimmteiche oder Löschteiche.

Ein Pflanzenbewuchs ist für das Teichbiotop lebensnotwendig. Wasserpflanzen verstoffwechseln Schadstoffe und verhindern so das Algenwachstum, bringen Sauerstoff ins Wasser und dienen Bewohnern als Lebensraum und Futterquelle.

Sie werden üblicherweise über den Fachhandel bezogen, da die meisten freiwachsenden Arten unter Naturschutz stehen.

Diese Gewächse sind an ihren Lebensbereich perfekt angepasst. Dazu zählen auch viele heimische Arten, die nicht züchterisch bearbeitet sind und dennoch vom Fachmann verkauft werden. Hier werden sie in der Regel nach ihren Ansprüchen in den verschiedenen Zonen des Teiches unterteilt. Doch welche Pflanzen passen zu den jeweiligen Bereichen im und am Gartenteich?

Pflanzen für den Gartenteich im Uferrandbereich

Diese Pflanzen bevorzugen feuchten oder nassen Boden. Sie sind allerdings nicht auf dauernde Nässe angewiesen. Ein klassischer Vertreter wäre hier der Storchschnabel (Geranium) oder die Schwertlilie (Iris pseudacorus). Eine weitere Möglichkeit bieten Uferrandstauden. Diese wachsen auch auf feuchten Gartenböden. Uferrandstauden geben einen harmonischen Übergang vom Wasserrand zum angrenzenden Gelände.

Besonders eindrucksvoll wirken Gräser zusammen mit Pflanzen mit Wiesencharakter, wie die Taglilie (Hemerocallis), in Gemeinschaft. Achten Sie insgesamt auf einen sonnigen bis halbschattigen Standort, um der Gefahr einer Austrocknung zu entgehen (was gerade während des Einpflanzens vorkommen kann).

Teichpflanzen in der Sumpfzone

Der Bereich am Wasserrand ist der wohl vielfältigste überhaupt. Sumpfzonenpflanzen, wie auch die bekannte Sumpfdotterblume (Caltha pallustris) sollten vor dem Einpflanzen nicht ungeschützt der Sonne oder dem Wind ausgesetzt sein. Zwar darf der Wasserstand auch mal auf Null sinken, austrocknen dürfen die Sumpfpflanzen aber nicht, sie benötigen kontinuierliche Nässe.

Die Schwanenblume (Butomus umbellatrus) bevorzugt einen Wasserstand von bis zu 20 Zentimetern. Als Bodendecker oder Lückenfüller bietet sich das kriechende Pfennigkraut (Lysimachia nummularia) an. Viele Sumpfpflanzen benötigen humusreichen oder lehmhaltigen Boden und dürfen einen sonnigen Platz haben.

  • Brennender Hahnenfuß (Ranunculus flammula)
  • Franz. Wasserminze (Mentha cervina blau)
  • Gelbe Sumpfschwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Sumpfdotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpfwolfsmilch (Euphorbia palustris)
  • Wollgras (Eriophorum vaginatum)
  • Zwergbinse (Juncus ensifolius)

Pflanzen für den Flach- und Tiefwasserbereich

Der Mindestwasserstand beträgt in diesem Bereich etwa 15 bis 20 Zentimeter. Sollte eine Teichstelle zu tief sein, bieten sich Backsteine oder Tongefäße an, um so die richtige Pflanztiefe zu erreichen. Der Fieberklee (Menyanthes trifoliata) ähnelt den typischen Kleeblättern und gilt als Heilpflanze.

Die Blätter des Tannenwedels (Hippuris vulgaris) erinnern an Tannennadeln und wuchern beachtlich. Auch andere attraktive Arten fühlen sich im Flachwasser wohl, wie der Rohrkolben (Typha-Arten) oder die Sumpfiris. Einige Pflanzen benötigen tiefere Stellen im Teich. Sie werden im tieferen Wasser, ab ca. 1 Meter eingepflanzt, wie die Gelbe Teichrose (Nuphar lutea) oder das Laichkraut (Potamogeton natans). Sie haben im Gegensatz zu den folgenden Schwimmpflanzen ihre Wurzeln in der Erde.

Pflanzen für den Flachwasserbereich
  • Blumenbinse (Butomus umbellatus)
  • Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica)
  • Graziler Rohrkolben (Typha laxmannii)
  • Hechtkraut (Pontederia cordata)
  • Sumpfhahnenfuß (Ranunculus lingua)
  • Tannenwedel (Hippuris vulgaris)
  • Zebrasimse (Scirpus tab. „Zebrinus“)
  • Zyperngras (Cyperus longus)
Pflanzen für den Tiefwasserbereich
  • Ähriges Tausendblatt (Myriophyllum spicatum)
  • Frühlingswasserstern (Callitrische palustris)
  • Hornkraut (Ceratophyllum demersum)
  • Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis)
  • Nadelsimse (Eleocharis acicularis)
  • Raues Hornblatt (Ceratophyllum demersum)
  • Seerose (Nymphaea alba)
  • Wasserfeder (Hottonia palustris)
  • Wasserknöterich (Polygonum amphibium)

Schwimmpflanzen und Schwimmblattpflanzen

Wasserhyazinthe

Wasserhyazinthe

Schwimmpflanzen an der Oberfläche des Teiches, wie die Wasserlinsen (Lemna-Arten) und besitzen dürftige oder gar keine ausgeprägten Wurzeln. Sie haben sich hervorragend an ihre Umgebung angepasst und beziehen für sich genügend Nährstoffe aus dem Boden oder aus dem Wasser. So sind ihre Blätter meist fadenförmig für einen optimalen Stoffwechsel. Luftkanäle sorgen für den nötigen Auftrieb der Schwimmpflanzen.

Weitere Vertreter sind die Wasserhyazinthe (Eichhornia crassipes) und die Muschelblume (Pistia stratiotes). Im Gegensatz dazu wurzeln die Schwimmblattpflanzen im Boden oder in Körbchen am Beckengrund. Klassische Seerosen (Hymphaea alba) aber auch Hybride wuchern sehr stark und können schnell die Wasseroberfläche des Teiches ausfüllen.

Pflanzen Sie sie in kleinere Gefäße, beeinträchtigt dies den starken Wuchs. Ebenso können äußere Blattstände entfernt werden, um sie im Zaum zu halten und das Wachstum zu begrenzen.

Unterwasserpflanzen

Nicht zu unterschätzen sind die Unterwasserpflanzen, denn sie sind wichtige Sauerstoffspender im Teichbiotop. Sie gehören zur Reinigungstruppe und sind Nahrungskonkurrenten der ungeliebten Algen, die das Wasser trüb machen.

Durch die Unterwasserpflanzen wird die gesamte Wasserqualität nachhaltig verbessert. Für einen optimalen Stoffaustausch unter Wasser ist es wichtig, genügend Licht in die Tiefen des Teiches gelangen zu lassen und die Teichoberfläche nicht zuwuchern zu lassen.

Dies empfiehlt sich auch aus ästhetischer Sicht. Unterwasserpflanzen, wie das Tausendblatt (Myrophyllum-Arten), haben treibende Ausläufer und verbreiten und vermehren sich schnell. Dies sollte durch einfaches Herausfischen verhindert werden. Sehr schön blüht die Wasserfeder (Hottonia palustris) und die Seekanne (Nymphoides peltata) über der Oberfläche.

Pflanzen für nährstoffreiche und nährstoffarme Böden

nährstoffreiche Standorte
  • Froschlöffel
  • Iris
  • Nadelsimse
  • Seerose
  • Schwanenblume
  • Wasserschwertlilie
nährstoffarme Standorte
  • Sumpfgladiole
saure Standorte
  • Sonnentau
  • Moorpflanzen
  • Wollgräser

Natürliche Pflege ohne Chemie

Pflanzenschutzmittel sollten in einem Gartenteich keine Anwendung finden. Verzichten Sie auf chemische und biologische Mittel zur Pflege der Teichpflanzen, da dies das Gleichgewicht stören kann. Außerdem sind die meisten Mittel für Teichtiere (die sich selbst an kleinen Gartengewässern schnell ansiedeln) giftig.

Beliebte und verbreitete Teichpflanzen im Überblick

  • Bambus
  • Binsen
  • Chinagras
  • Farne
  • Froschbiss
  • Froschlöffel
  • Ginkgo
  • Hornkraut
  • Krebsscheren
  • Lampenputzergras
  • Lotusblume
  • Muschelblume
  • Nadelsimse
  • Quellmoos
  • Rohrkolben
  • Schilf
  • Schlitzahorn
  • Schwimmfarn
  • Seekanne
  • Seerosen
  • Seggen
  • Simsen
  • Sumpfgladiole
  • Tausendblatt
  • Wasserfeder
  • Wasserlinsen
  • Wassermimose
  • Wassernuss
  • Wasserhyazinthe
  • Wasserpest
  • Wasserschwertlilien
  • Wasserstern
  • Wasserrähre

Linktipp und weiterführende Informationen:

https://teichratgeber-garten.de/

 

Gartenteam
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