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Winterblühende Pflanzen

Winterblüher – Für Pflanzenzauber in der kalten Jahreszeit

Die Zaubernuss - ein Highlight im winterlichen Garten

Die Zaubernuss – ein Highlight im winterlichen Garten

Unter dem Begriff „Winterblühende Pflanzen“ versteht man Gewächse und andere Pflanzenarten, die speziell im Winter blühen. Im Gegensatz zu üblichen Pflanzen, die im Winter ihren Glanz vorübergehend ablegen, kommen diese Pflanzen zu dieser Jahreszeit auf ihre Höchstform und auch in den kalten Jahreszeiten, eine Heim oder eine Landschaft verschönern.

Winterblühende Pflanzen – Ihre Stärken

Die Vorteile der Winterblüher liegen hier in der Tatsache, dass diese Pflanzen zu einer ganz anderen Jahreszeit blühen als typische Pflanzen. Sie sind nicht nur winterhart sondern blühen sogar bei kalten Temperaturen. Somit sind sie optimal für den Einsatz in der kälteren Jahreszeit geeignet. Darüber hinaus fallen diese Pflanzen natürlich besonders auf, da sie nur wenig Konkurrenz beim farblichen Glanz zu beklagen haben.

Welche Winterblüher liebt der Gärtner

Die Zaubernuss – edel und im Winter blühend

Die Zaubernuss (Hamamelis x intermedia) ist wohl eines der bekanntesten Pflanzen aus der Kategorie „winterblühende Pflanzen. Besonders auffallend sind bei ihr die strahlend leuchtenden Blüten, die verstärkt in einem kräftigen Gelb Gold Ton sowie aber auch in einem angenehmen Rot erscheinen. Vor dunklen Hintergründen oder Hecken erstrahlen ihre Blüten besonders.

Es gibt 5 Arten dieses Gewächses, bei denen 3 aus Nordamerika und 2 aus dem asiatischen Raum stammen. Sie sind eine typische Pflanze die gerne in Vorgärten zur Verschönerung eingesetzt werden. Jedoch kann sie unter bestimmten Umständen und örtlichen Gegebenheiten auch im inneren eines Gebäudes genutzt werden. Ein Zweig für die Vase gibt die Zaubernuss gern her, aber allzu viele Schnitte mag sie nicht. Daher ist hier Vorsicht geboten. Die Zaubernuss ist eine edle und teure Pflanze, die Vermehrung glückt nicht immer, daher sollte sie in einer Baumschule vom Fachmann erworben werden.

Christrose – Schneerose

Christrose oder Schneerose - ein beliebter Winterblüher

Christrose oder Schneerose – ein beliebter Winterblüher

Die Christrose startet schon kurz vor Weihnachten mit ihrer Blüte. Das sagt uns schon der Name, diese Rosen blühen zum Christfest. In milden Wetterperioden schon eher.

Es gibt jedoch viele Sorten, die zwischen November und Februar blühen. Die Sorte Wintergold blüht zu Weihnachten und ist für Weihnachtsfans die richtige Wahl.

Bei der Christrose handelt es sich eigentlich um die Schneerose, die nur besser bekannt ist unter dem Namen Christrose. Sie hört zu den Nieswurzgewächsen. Früher hat man aus Nieswurz Schnupftabak hergestellt.  Dabei handelt es sich auch um eine Innenraumpflanze, die in einem Topf gepflanzt werden kann. Die Christrose ist auch kübelgeeignet, besser ist sie jedoch in der Erde untergebracht. Sie sollte einen guten kühlen Standort bekommen.

Im äußeren Bereich bieten sie durch ihre weißen, strahlenden Blätter im Winter ein Highlight im sonst tristen Einheitsbraun oder Grün der Gartenanlagen. Sie gehört zu den meist verbreiteten winterblühenden Pflanzen und gehört somit auch gleichzeitig zu den bekanntesten Pflanzen.

Die Christrose ist sehr pflegeleicht. Sie kann auf ihrem Platz viele Jahre bis Jahrzehnte alt werden. Lediglich Staunässe mag sie nicht, sie braucht also einen gut wasserdurchlässigen Boden. Dünger braucht sie zur Blütezeit nicht, denn der würde nicht aufgenommen.

Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die für den Kauf ausgesuchte Christrose aus dem Freiland kommt und nicht aus dem Gewächshaus.

Winterjasmin – Die schöne Jasmin Pflanze

Die Winterjasmin Pflanze, auch Winterginster, genannt sieht im optischen Bereich der Zaubernuss ähnlich. Auch sie erstrahlt in der üblichen Gattung als eine „blonde“ Schönheit. Damit ist gemeint, dass auch hier die Blüten im Regelfall Gelb / Gold sind. Bei dieser Pflanze handelt es sich jedoch, im Gegensatz zur Zaubernuss, um ein Ölbaumgewächs. Sie sieht der Forsythie sehr ähnlich, blüht jedoch schon viel eher, in milden Wintern kann sie sogar schon vor Weihnachten mit der Blüte starten.

Der Winterjasmin kann dadurch eine Höhe von 55 cm erreichen und wird sehr oft an Fassaden bzw. Hauswänden oder als Heckenpflanze eingesetzt, um diese optisch zu verschönern. Auch um Grundstücksgrenzen optisch zu verschönern eignet sich diese Pflanze natürlich optimal. Das Einsatzgebiet des Winterjasmins ist also breitgefächert und die Pflanze dadurch sehr beliebt bei den Gärtnern.

Duftschneeball – Die duftende winterharte Pflanze

Ein optisch anderes Bild gegenüber den beiden anderen Pflanzen, der Zaubernuss und der Winterjasmin, bildet der Duftschneeball oder auch Winterduftschneeball genannt. Auch wenn der Name hier etwas anderes vermuten lässt, so erstrahlt diese Pflanze nicht in einem kräftigem Weiß, sondern in einem rosa Ton und wirkt dadurch sehr harmonisch und romantisch. Der Duftschneeball blüht schon im November/ Dezember und verzaubert mit seinem Duft, den die Blüten ausstrahlen. Während der Blütezeit vom Jahreswechsel bis in den März hinein verströmt sie einen bezaubernden Vanilleduft.

Sehr gerne wird diese Pflanze daher in kleinen Gärten und an Rückzugsorten gepflanzt, um so eine noch schönere Atmosphäre erzeugen zu können. Dem Duftschneeball wird ebenfalls eine beruhigende und entspannte Wirkung nachgesagt. Diese Tatsache kann sich jedoch nicht direkt nachweisen lassen und muss daher als Spekulation gesehen werden.

Der Winterduftschneeball ist ebenfalls sehr pflegeleicht. Er liebt die Sonne und damit sonnige bis halbschattige Plätze. Ideal steht er etwas geschützt vor einer Hecker oder Mauer, da die Knospen während der Blüte keine sehr strengen Fröste vertragen. An solchen Standorten kann der Duftschneeball auch als Kübelpflanze draußen stehen. Da er viel Wasser braucht, ist hier allerdings darauf zu achten, dass der Kübel nicht durchfriert.

Chinesische Winterblüte

Die chinesische Winterblüte oder auch im wissenschaftlichen Bereich Chimonanthus praecox genannt, ist eine eher unbekannte winterblühende Pflanze und kann daher nur selten bewundert werden. Dies soll jedoch nicht die unverkennbare Schönheit dieser Pflanze in den Schatten stellen. Im Gegensatz zu anderen Pflanzen ihrer Art, erscheint die Chinesische Winterblüte in Form eines großen Strauches, der bis zu drei Meter werden kann und trägt zumindest sehr viel Ähnlichkeit mit einem Baum in sich. Aus diesem Grund ist sie auch besonders auffällig, wenn sie in einem Bereich gepflanzt wurde. Hierbei handelt es sich um eine Outdoor Pflanze, die nahezu immer im äußeren Bereich, wie beispielsweise Gärten oder auch Grünanlagen gepflanzt wird. Sie liebt dort sonnige bis halbschattige Standorte und verträgt Außentemperaturen von minus zehn Grad. Auch sie ist relativ pflegeleicht, lediglich in den ersten Jahren brauchen sollte sie bei starken Frösten noch mit Vlies abgedeckt werden. Einen Rückschnitt braucht sie nicht, er ist aber möglich. Der Gärtner sollte darauf achten, dass ihr Boden nicht zu sauer wird.

Weitere beliebte Winterblüher im Blick

Schneeglöckchen - die ersten Frühblüher - der als Winterblüher startet

Schneeglöckchen – die ersten Frühblüher – der als Winterblüher startet

Ende Januar, Anfang Februar starten dann die ersten Frühblüher, ganz frühe Sorten werden auch noch zu den Winterblühern gezählt. Besonders bekannt, beliebt und verbreitet sind die Winterlinge, die Schneeglöckchen, die Narzissen und das Alpenveilchen. Auch eine Heidepflanze zählt hier zu den frühen Sorten, sie wird ihre Blütezeit entsprechend Schneeheide genannt.

Hier im Pflanzenlexikon findet man noch mehr winterharte Sorten.

Worauf sollte man bei der Pflege von winterblühenden Pflanzen achten?

Zaubernuss unter Schnee - keine Sorge, den Blühten der winterblühenden Pflanzen kann der Schnee nichts anhaben

Zaubernuss unter Schnee – keine Sorge, den Blühten der winterblühenden Pflanzen kann der Schnee nichts anhaben

Winterblühende Pflanzen haben einen enormen Vorteil gegenüber anderen Pflanzen. Sie sind deutlich robuster und widerstandsfähiger und können selbst extremen Bedingungen trotzen. Mutter Natur hat für sie gesorgt und das sogar im Winter.

Dennoch benötigen auch sie eine gewisse Pflege, um gesund zu bleiben. Wichtige Pflanzennährstoffe sollten hier also in ausreichender Zahl verfügbar sein. Wie hoch die Menge hierbei sein muss, hängt natürlich von der jeweiligen Pflanzenart ab. Der Boden sollte bei den meisten Arten vor Übersäuerung geschützt werden. Auch die Wasserversorgung sollte stets geregelt sein, um ein gutes und schnelles Wachstum zu ermöglichen. Das Wasser muss gut ablaufen können, Staunässe muss vermieden werden. Bei Kübelpflanzen darf es kein Durchfrieren des Bodens geben.

Bei der Kombination zwischen Dünger, also Nährstoffen, und der Dosierung von Wasser ist zum einen auf die Pflanzenart selbst zu achten, zum anderen aber auch auf die Größe der Pflanze. Denn auch beim zweiten Punkt kann es deutliche Abweichungen bei der Mengendosierung geben.

Viele winterblühende Pflanzen lieben die Sonne und bevorzugen damit sonnige oder halbschattige Standorte. Um sie vor zu großen Frösten zu schützen, können sie etwas geschützt vor Hecken oder Mauerwerken gepflanzt werden. Die Pflanzzeit hängt von der jeweiligen Pflanze ab. Ein frühes Einpflanzen im Jahr hat den Vorteil, dass diese Pflanzen bis zum ersten Winter und Frost schon ein dichtes Wurzelwerk gebildet haben und somit schon robuster und widerstandfähiger sind.

Wenn Schnee die Blüten bedeckt, ist das bei den Winterblühern kein Grund zur Sorge. Nach dem Tauwetter eingesetzt hat, kommen sie wieder strahlend frisch zum Vorschein und verschönern die zumeist triste Winternatur.


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