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Kräuterlexikon

Strauchpfingstrosen

Paeonia rockii-Hybriden, Gansu Mudan Gruppe


Bing Shan Cang Yu
© Syringa
15.01.2007
In deutschsprachigen Ländern ist ist die Bauernpfingstrose (Paeonia officinalis und Kultivare) weit verbreitet; daneben gibt es jedoch auch Kultivare in weißen, rosafarbenen und roten Tönen.

Strauchpfingstrosen (Paeoni suffruticosa) sind nahe Verwandte, jedoch meist weniger bekannt. Ihre Triebe verholzen und wachsen zu einem stattlichen Strauch heran. Man schneidet ihn nur zu Pflegezwecken zurück. Sie stammen aus den zentralen und nordwestlichen Gebirgen Chinas und den Hochflächen Tibets.

Dort wurden sie früher wie heute stark verehrt und gelten als Königin der Blumen. Aber auch die medizinische Wirkung - man gewinnt aus der Rinde der getrockneten Wurzeln die blutstillende und Blutkreislauf anregende Droge "Dan Pi" - wird hoch geschätzt.

Eine zweite weitgehend unbekannte Gruppe der Strauchpfingstrosen sind die Gansu Mudan-Kultivare, die aus Gansu, Shanxi und Hubei mit rauen und kalten Wintern sowie heißen Sommern stammen. Diese Paeoni rockii-Hybriden zählen zu den schönsten Paeonienarten überhaupt und sind für mitteleuropäisches Klima am besten geeignet.

Gepflanzt wird im Frühherbst bis in den Dezember hinein, solange der Boden frostfrei ist. Nach 2-3 Jahren stehen die Sämlingspflanzen in voller Blütenpracht. Veredlungen sind deutlich kleiner. Paeoni rockii-Hybriden benötigen genügend Platz zum Entfalten, Staunässe muss vermieden werden, jährliche Kompostgaben sind von Vorteil.

Paeoni rockii-Hybriden sind pflegeleicht, wenn ihnen der Platz zusagt; sie können über 200 Jahre alt werden und blühen von Mitte bis Ende Mai.

Lebensform:
Höhe: 160 cm – 170 cm
Blütezeit: Mai
Verwendung:
Aussaathinweise:

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